ROADTRIP Kalifornien: San Francisco über L.A. bis San Diego

Ich bin wieder da! Kurz um, ich war in meiner Blogpause in Amerika. Meinem Mann hatte ich diese Pause versprochen, denn schon lange ging es zuviel um Arbeit, Kind und Blog. Er wollte mich mal wieder für sich alleine, so wie früher. Ja klar sind wir Eltern und wir lieben unseren Spross über alles, aber wir sind halt auch ein Paar, ja ein Liebespaar und das kommt einfach oft zu kurz. Ich glaube das geht vielen so, nicht ohne Grund werden tausende Ehen geschieden und statistisch gesehen gehen ganz viele kurz nach Geburt des ersten Kindes kaputt.

Okay, ich verzettel mich. Wir haben also unseren Jahresurlaub genutzt ohne Kind zu vereisen. Sohnemann durfte zu Oma und Opa. Er sieht sie ja nicht so oft, da uns 200 km trennen, von daher ist „Omaurlaub“ immer spannend und aufregend. Zumal er dort auch zwei Tanten und zwei Onkel mit Kindern hat und es ihm dort an nichts fehlt. (Okay, außer wir natürlich). Die Reise habe ich absichtlich nicht im Internet präsent gemacht aus verschiedenen Gründen. Heute will ich aber gerne über unseren Trip schreiben. Der Artikel wird etwas länger werden, aber wahrscheinlich nur einen Mini-Eindruck von unserer Kalifornien-Reise repräsentieren.

Roadtrip Kalifornien: Von Frankfurt über London nach San Francisco

Gestartet sind wir mit unserem Roadtrip Kalifornien mittags in Frankfurt. Von dort ging der erste Flug ca. eineinhalb Stunden nach London. Dort hatten wir knapp 45 Minuten Zeit den Anschlussflieger weiter nach San Francisco zu bekommen, was ziemlich knapp war. Nach 11 Stunden Flug und einer guten Stunde Busfahrt und Fußweg kamen wir dann kaputt im Hotel in Downtown an. Das Hotel hatten wir uns in Deutschland vorab für drei Tage gebucht, sowie ein Mietauto. Nein kein Mustang oder Camaro, wir sind beide pragmatisch, sparsam und haben uns für das kleinste entschieden, einen süßen Ford Fiesta, den wir aber erst nach drei Tagen in San Francisco zur Abreise abholten.

Kurz um, ich habe von San Francisco geträumt und viel mehr erwartet. Es war kalt, windig, hat sogar geregnet. Unser Hotel war zwar innen ganz gut, sogar Mitte Downtown gelegen, aber in allen Seitenstraßen Obdachlose, arme Menschen und Drogenabhängige. Jeden Abend war ich froh den Weg heil ins Hotel geschafft zu haben. Die romantische Stimmung kam seitens des Kommerz und der vielen Touristen nicht auf. Trotzdem haben wir die Zeit genossen und uns einiges angeschaut.

Cable Car, Golden Gate und China Town

Wir sind nicht die ganz typischen Touristen, lieben Spontanes und bereisen ein Land nach unseren Vorstellungen. Aber die Hauptpunkte steuern wir dann doch an wie natürlich die Golden Gate (die leider immer im Nebel lag), China Town, der Coin Tower, die Fishermann’s Wharf und die Lombard Street, die man aus dem Fernsehen kennt. Auch mit dem Cable Cars haben wir die Stadt unsicher gemacht. Zu guter Letzt sind wir dann noch auf die Twin Peaks gewandert, querfeld ein -ja man nehme besser das Auto, das wäre weniger anstrengend gewesen. Aber der Ausblick über die ganze Stadt hat sich gelohnt.

San Francisco – Cable Car

San Francisco - Cable Car

San Francisco – Lombard Street

San Francisco - Lombard Street

San Francisco – Golden Gate Bridge

San Francisco - Golden Gate Bridge Bridge

San Francisco - Golden Gate Bridge

San Francisco – Ausblick aus dem Coit Tower

San Francisco - Ausblick aus dem Coit Tower

San Francisco – Ausblick von Twin Peaks

San Francisco - Ausblick von Twin Peaks

San Francisco – China Town

San Francisco - China Town

Auf geht’s von San Francisco über Santa Cruz nach Monterey

Trotzdem war ich froh als wir dann unser Auto holen konnten und der Sonne entgegen gefahren sind, denn 13 Grad im Urlaub muss ich nicht haben, vor allem wenn ich so weit fliege. Wir hatten uns grobe Ziele gesteckt, die aber kurzfristig auch geändert werden duften wenn es uns irgendwo gefiel. Der Rückflug war jedoch von Los Angeles gebucht, sowie die Autoabgabe am Flughafen. Alles andere blieb flexibel. So war unser erster Stop die wunderschöne Stadt Santa Cruz und unser erster Sprung ins Meer an einem kleinen Strand dahinter. 

Fast 30 Grad, Wind und traumhaft schöner Strand mit keinen Touristen. Endlich ein bisschen Zeit zum Entspannen und die Seele baumeln zu lassen. Ich mit meinem hellen Hauttyp kann leider nur ca. 2 Stunden in der knallen Sonne bleiben (LSF 50 ist Pflicht), also ging es dann auch wieder weiter Richtung Monterey, wo wir uns ein Motel buchten. Wir wollten kein Geld zum Fenster raus schmeißen und möglichst günstig schlafen. Wir brauchen ein Zimmer nur zum schlafen und Duschen.

Ein paar Infos zu den Preisen

Trotzdem ist die USA teuer und deshalb muss man sogar für ein günstiges Motel im Durchschnitt 80 $ ausgeben. Unsere günstigste Nacht auf der Reise waren 60$, das war aber echt Zufall und eine Ausnahme. In San Diego z.B. haben wir nichts günstiges gefunden und mussten für eine Nacht sogar 165$ zahlen (nur ein Motel). Gefragt hatten wir in vielen Unterkünften, aber Preise wie 300$ für eine Nacht sind für mich nicht akzeptabel, dafür bin ich zu sparsam erzogen worden. Das aber nur am Rande. Klar, man hätte alles in Deutschland buchen können und dann sicherlich was gespart, aber unsere Priorität lag nun mal auf der Flexibilität.

Ich werde nun nicht mehr so viel ins Detail gehen, denn sonst verliert ihr wahrscheinlich die Lust zu lesen. Auf jeden Fall sind wir dann durch den Big Sur über die Bixby Bridge gefahren, die ihr sicherlich aus Filmen kennt. Wir haben hier und da angehalten und die Zeit genossen. Die Landschaft war traumhaft schön, die großen Bäume und auch der weite Blick. Die Meisten von euch wissen ja, dass mein Mann von einem Bauernhof kommt und so hat er sich auch für die Argarsituation, die Wasserknappheit und alles drum herum interessiert.

Bixby Bridge

Bixby Bridge

L.A. wir kommen, aber zuerst Malibu und Beverly Hills

Unsere nächste größte Stadt war dann Los Angeles. Unser Motel hatten wir bewusst etwas außerhalb gelegen gebucht um drei Tagesausflüge , ein Tag Malibu und Santa Monica, ein Tag die Universal Studios und ein Tag L.A mit einer Fahrt durch Beverly Hills zu unternehmen. Mein Mann hat L.A. nur mir zu Liebe angesteuert, er hätte es wahrscheinlich auch umfahren, aber NEIN, ich musste einfach einmal über den Walk of Fame gehen und das Hollywood Sign fotografieren.  Außerdem war ich in den 90igern ein Teenie und kein Samstag verging ohne Beverly Hills 90210, Melrose Place und Baywatch! Um einen Eindruck zu gewinnen sind wir erst zum Malibu Pier, der wirklich unspektakulär war, ja im Fernsehen wird einem so einiges vorgemacht…die Aufnahmen sind wohl ganz woanders entstanden… egal, ich musste das einfach sehen und die 7,50$ für eine Stunde zu parken waren es mir einmal im Leben wert.

Malibu Pier

Malibu Pier

Malibu Pier

Los Angeles – Universal Studios und der Walk of Fame

L.A. war wahrscheinlich der kommerziellsten und touristischste Teil unserer Reise, gerade auch mit dem Besuch der Universal Studios, der aber einfach sein Musste. Ich liebe solche Parks und nehme da auch gerne einiges in Kauf. Mein Mann mag sowas gar nicht, deshalb dufte ich mir auch nur einen aussuchen. (Disneyland viel also flach…)

Los Angeles – Universal Studios

Los Angeles - Universal Studios

Los Angeles - Universal Studios

Mit dem Auto durch zu fahren war super, denn so konnte man auch einen Blick auf die Villen in Beverly Hills werfen, der ganze Reichtum und später mitten am Hollywood Boulevard parken. ich bin echt froh, dass mein Mann das gemanagt hat, denn so konnte ich schauen und fotografieren. Ein Gang über den Walk of Fame war dann Pflicht und ein Foto vom Michael Jackson Stern musste ich natürlich auch machen. Obwohl da so ein verkleideter Michael rumlief der mich echt nervte!

Los Angeles – Walk of Fame

Los Angeles - Walk of Fame

Los Angeles – Hollywood Sign

Los Angeles - Hollywood Sign

Los Angeles - Hollywood Sign

Leider hatte ich einen Tag vorher eine Magenverstimmung und eine Nacht auf und über der Toilette verbracht, so dass wir nach einem halben Tag genug von L.A. hatten und weiter gefahren sind. Die Stadt ist riesig. Fährt man in Richtung San Diego fährt man bald zwei Stunden nur durch Stadt! Meilenweit nur Stadt! Ich war dann aber auch froh als wir abends total kaputt ein Hotel in San Diega genauer gesagt in La Jolla gefunden hatten wo es etwas ruhiger war.

Der restliche Urlaub wird entspannt in San Diego

Da wir genug Stadt erlebt hatten wurden nun erst einmal Strandtage geplant. Das heißt, halbe Tage, denn ich vertrage ja die Sonne nicht nonstop. La Jolla ist ein Traum. Zwar teuer, aber einfach toll. Man kann richtig die Seele baumeln lassen. Das Highlight waren definitiv die freilebenden Seelöwen, neben denen man schwimmen konnte. Sie posierten gerne als Model, wahrscheinlich haben sie sich an die Menschen gewöhnt. Kommt man Ihnen jedoch ein wenig zu nah wird laut gebrüllt. So manches Kind hat sich sehr erschreckt.

San Diego – La Jolla

San Diego - La Jolla

San Diego - La Jolla

San Diego - La Jolla

Ein Touristenevent wollten wir dann auch in San Diego machen und waren zwischen Sea World und dem San Diego Zoo hin und her gerissen. Wir haben uns dann aber doch für den Zoo entschieden, er erschien uns einen Tick weniger kommerziell und es soll der schönste Zoo der Welt sein.  Er war auch wirklich toll. Besonders cool fand ich die riesigen Vogelkäfige, in denen die Vögel frei fliegen können – das wäre was für unsere Wellis. Natürlich braucht man sich nicht wundern, wenn einem auf den Kopf gekackt wird.

San Diego Zoo

San Diego Zoo

San Diego Zoo

Nach dem Zooaufenthalt wollte mein Mann sich von außen den Petco Park anschauen. Und wie es so kommt sind wir auf den Parkplatz gefahren wo die Einweiser die Besucher für ein Baseballspiel eingewiesen haben. Tja und ganz spontan haben wir uns dann auch das Baseballspiel angeschaut. Die San Diego Padres gegen die San Franciso Giants, hat ja gepasst.

San Diego - Petco Park

San Diego - Petco Park

Ein Blick auf unsere Speisekarte

Die weiteren Tage haben wir viel gebadet, gesonnt, uns den Hafen angeschaut und waren ein bisschen bummeln. Einen kleinen Einblick in die kohlenhydrathaltige Speisekarte darf natürlich auch nicht fehlen.

Burger mit Pommes

Pizza

Burrito

Waffeln

Die Reise und unser Roadtrip Kalifornien ging dem Ende zu und so sind wir wieder zurück nach L.A. um da noch eine Nacht zu schlafen und das Auto abzugeben und nach Hause zu fliegen. Uns hat es sehr in den USA gefallen und wir werden sie definitiv noch einmal bereisen. Das nächste Mal werden wir entweder mehr Zeit aufbringen oder weniger Kilometer fahren und unseren Sohn mitnehmen. Die Fahrt, sowie unsere Planung in San Francisco und Los Angeles wäre nichts für ihn gewesen, aber der Aufenthalt in San Diego hätte sich auch für einen Vierjährigen gelohnt. 

[Reisebericht Roadtrip Kalifornien]

26 Kommentare

  1. achja ,die Bilder von San Francisco haben Erinnerungen geweckt, ich war vor ca 100 Jahren für 5 Wochen Babysitter auf der Reise meiner Freundin mit ihren beiden Kinder (damals 3 Monate und 3 Jahre) und es traumhaft – nur, dass wir nach 3 Tagen S.F. nach Nappa Valley und später Mid West sind …

      • ich war 16J 😉 da ging das, aber bei uns war es auch kein klassischer Roadtrip, sondern mehr Familienbesuch, in 5 Wochen waren wir nur 2 Nächte im Motel, alles andere war privat.

        • Ach das ist ja eigentlich noch cooler. So bekommt man Insidertipps und lernt noch eher die Kultur und die Menschen kennen. Aber ich wäre mit 16 zu schüchtern gewesen…

          • schüchtern bin ich heute noch aber meine Freundin war ja schon älter und ich kannte ihre komplette Familie bereits, da war es nicht s schlimm, wenn man still daneben sass 😉

  2. Ein wundervoller Bericht mit tollen Bildern. Ich träume schon ewig davon, mal einen Roadtrip an der Wetsküste zu unternehmen, war bisher nur an der Ostküste unterwegs. Seit bestimmt 2 Jahren verschlinge ich jeden Reisebericht, den ich finden kann und wundere mich dann über mein schlimmes Fernweh. Aber irgendwann wird es klappen, da bin ich mir sicher. Bis dahin werde ich mich mit tollen Reiseberichten -wie deinem- versorgen 🙂
    LG
    Jasmin

    • Vielen Dank für dein liebes Kompliment. Ja so ein Reisebericht ist gar nicht so schnell zu schreiben. Ich unterschätze das und habe 6 Stunden gebraucht. Von 2200 Fotos die passenden auswählen war eine echte Herausforderung. Aber es hat sich gelohnt, denn auch ich werde ihn mir immer mal wieder anschauen 🙂

      Ich drücke dir die Daumen, dass es einmal klappt und du eine weitere USA Reise machen kannst 🙂

  3. Toller Reisebericht 🙂 – die USA ist zwar nicht wirklich mein Ding, aber es scheint ja ganz interessant und auch anstrengend auf eurer Reise gewesen zu sein :-).

    LG Nadine

        • Ja stimmt. Hast schon recht. Deswegen haben wir auch an abgelegenen Stränden angehalten und da waren wir dann die einzigen. Aber glaube mir Türkeiurlaub ist viel mehr Tourismus und viel mehr Leute, die einem was aufdrücken wollen. Da will ich auch so schnell nicht mehr hin.
          Die letzen Jahre haben wir auch auf oft in Deutschland Urlaub gemacht. Im Odenwald, in der Röhn, im Taunus. Das ist dann Natur pur.

  4. Wunderscöne Bilder von deiner Reise. Aber gut dass ich das vorher nicht wusste,sonst hätte ich dich angebettelt mir mini M&Ms mitzubringen ;D
    Hoffe du warst bei Wendys? DIe besten Fastfood Burger die ich je gegessen habe^^

  5. Huhu Honey,
    ein toller Urlaubsbericht von dir! So ein kleiner objektiver Einblick ist wirklich mal interessant. Über San Francisco bin ich ja ein bisschen erstaunt. Wahrscheinlich hat man da wirklich so ein Idealbild aus dem Fernsehen im Kopf, die Realität ist meist anders. Das mit der Armut und den Obdachlosen habe ich auch schon mal über New Yorkt gehört, doch ich dachte dass das eventuell übertrieben ist. Aber wenn du jetzt ähnliches berichtest…
    Ansonsten hattest du ja einen richtig tollen Urlaub, den du sicher sehr genossen hast. Und dein kleiner bestimmt auch mal seinen Besuch bei Oma und Opa. 🙂

    Viele liebe Grüße,
    Smiley 🙂

    • Dankeschön für dein Kompliment! Ja genau, man macht sich so sein Bild von einer Stadt. Und meines war von San Francisco nun mal ganz anders.

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