Ein solider Roman, das Buch Nebelkind von Emelie Schepp

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Nebelkind

Schreckliche Alpträume verfolgen Jana Berzelius, seit die denken kann. Woher sie kommen, weiß die junge Staatsanwältin nicht. Ihre Kindheit scheint wie aus ihrer Erinnerung gelöscht. Doch dann wird ein Mord an einem Jungen zum Schlüssel zu Janas Vergangenheit. Um jeden Preis muss sie die grausame Tat aufdecken – und stößt dabei auf das tiefe Dunkel ihrer eigenen Seele… Heute stelle ich euch das Buch Nebelkind vor.

Der Klappentext und die Beschreibung auf Blogg dein Buch fand ich so spannend, dass ich mich beworben habe den Titel zu lesen und natürlich auch zu rezensieren. Es war als spannende Urlaubslektüre für den Strand und für Abends geplant, da ich ja mit meinem Mann drei Wochen in den USA verbracht habe. Es sollte anders kommen, denn ich fand mich in dieses Buch einfach nicht hinein. Hätte ich es mir selber gekauft, dann hätte ich es nach 50 Seiten weggelegt und nicht mehr zu Ende gelesen. Vielen Büchern erging es bei mir schon so. Rezensiert man jedoch ein Buch, ist man ja nun leider gezwungen es zu Ende zu lesen. Aber es wurde für mich nicht spannender. Ich konnte weder zu den Hauptfiguren eine kleine Bindung aufbauen geschweige denn mich in die Personen einfühlen.

Nebelkind: für mich ein solider Roman

In der Geschichte geht es grob um die Zusammenarbeit einer Staatsanwältin namens Jana und zwei Polizisten namens Mia und Henrik. Der Mord an einem Jungen stellt viele Fragen in den Raum und führt zu Janas Vergangenheit. Erst ist dem Leser nicht klar um wen es sich bei dem kleinen Mädchen in den Rückblenden handelt. Es wird einem dann aber recht schnell bewusst. Jana ist jedoch eine Person, die mich von Anfang an relativ unberührt ließ. Obwohl das Schicksal und die Ermittlungen natürlich eigentlich grausam sind, erschien sie mir kalt und arrogant.

Das Thema Migration und die Tätigkeit der Schleuser werden schon ganz gut in einen Roman verflochten und angesprochen, aber irgendwie hat mich die Geschichte nicht wirklich gefesselt. Ich denke, das lag daran, dass ich einfach nicht so richtig mit den Hauptfiguren mitgefiebert habe. Die einzig interessanten und mitreißenden Passagen waren die Erzählungen aus der Vergangenheit von Jana, als sie noch ein Kind war. Im Buch wird ein bisschen hin und her „geswitcht“ zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Leider bestanden diese Passagen immer nur aus 2-3 Seiten. Hier hätte ich es mir ausführlicher gewünscht, wohingegen die Gegenwart oft sehr zähflüssig war. Für mich ist Nebelkind ein kühler, solider Roman aber kein spannender Thriller. Für die guten Rückblenden in die Vergangenheit gebe ich 2 von 5 Sternen!

Kaufen könnt ihr Nebelkind als Taschenbuch für 9,99 EUR auf der Verlagsseite von randomhouse.de oder im Handel.

[Sponsor des Buches: Bloggdeinbuch.de]

4 Kommentare

  1. Der Klappentext klingt ja echt spannend. Ich mag es aber nicht besonders, wenn ständig Zeitsprünge in die Vergangenheit stattfinden.
    LG
    Moni

    • Ich mag das je nach dem schon, aber dann sollten die auch im Verhältnis zueinander stehen. Nur so kurz in die Vergangenheit, das mag ich auch nicht.

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